Der Sommer ist da: Gut Lärchenhof, Pulheim (1 Michelin Stern)
Ich hatte mir fest vorgenommen: Wenn endlich der Sommer da ist muss ich wieder zum Gut Lärchenhof auf die Terrasse, nachdem der Umbau nun abgeschlossen ist. Und was für ein genialer Tag das gestern dafür war.
Das fühlt sich mit dem Blick auf den berühmten Golfplatz einfach an wie Urlaub – nur halt ein paar Minuten von zu hause entfernt.
Der Umbau hat sich gelohnt. Die Terrasse ist noch entspannender – wenn das überhaupt ging.
Wie immer ein Top Menü von Torben Schuster und seinem Team – Details siehe Fotos. Begleitet natürlich von tollen Weinen. Und mit entspanntem Service. Danke Euch für den wieder einmal traumhaft schönen Abend. So konnte der Sommer beginnen!


Traumhafte Terrasse für den ersten echten Sommertag des Jahres


Zum Start: Champagner Huré Frères „Insouciance“ Rosé Extra Brut. Grower-Champagne aus Ludes in der Montagne de Reims. „Insouciance“ heißt sinngemäß Unbeschwertheit. Wie passend für den Sommerabend auf er Terrasse. Rote Beeren, Zitrus, etwas Blutorange, feine Hefe, eher elegant als opulent. Guter Aperitif.

Gruß aus der Küche 1: Gänseleber Stroopwafel

Gruß aus der Küche 2: Tartlett mit Jaokbsmuschel, Jalapeño Creme & Gurkenrelish



Gruß aus der Küche 3: Geeiste gelbe Gazpacho | Kürbis | Passionsfrucht

Hamachi Toro | Grüne Erdbeere, Tagetes, Yuzu-Kosho & Dashi

Klaus Peter Keller – Kirchspiel Riesling Großes Gewächs 2017. Natürlich ein Brett. Und ein toller Start in die Weine des Abends.

Kaisergranat | Kombu, Karotte und junger Spinat

Sattlerhof (Südsteiermark, Österreich) – Ried Pfarrweingarten Gemischter Satz 2021. Das war für mich neu. Ich kannte bisher nur den reinen Sauvignon Blanc.

N25 Kaviar | Rauchaal, Shizo Blüten, grüne Mandel & japanischer Eierstich

Luddite (Bot River, Südafrika) – Chenin Blanc 2022. Luddite hatte ich lange nicht mehr im Glas. Top Südafrika Chenin.

Seezunge | Nussbutter, Bärlauch, Topinambur, Aborio-Reis & Zillertaler Speck

Pierre Boisson (Burgund, Frankreich) – Meursault „Les Perchots“ 2023. „Les Perchots“ ist ein Ortswein-Lieu-dit, also kein Premier Cru, aber das hier war deutlich über klassischem Village-Niveau. Hefe-/Feuerstein-Noten, Zitrone, Birne, Haselnuss, etwas Butter – aber nicht “fett”.

Pascal Cotat (Loire, Frankreich) – Sancerre „Les Monts Damnés“ 2022. Großer Sancerre aus Chavignol. Gelbe Zitrusfrucht, Stachelbeere, Rauch, Kreide, Kräuter, viel Substanz. Not your ordinary Sauvignon Blanc.

Saarland Reh | Weißkohl, eingelegter Trüffel, Kohlrabi & Cashew

Sylvain Morey (Burgund, Frankreich) – Chassagne-Montrachet Vieilles Vignes 2022. Chassagne – aber Pinot. Eher hellere rote Frucht, Kirsche, Himbeere, etwas Erde, feine Würze.

Domaine Dujac(Burgund, Frankreich) – Morey-Saint-Denis 2019. Ein Schmeichler. Wunderbar gereift. Konzentriert. Elegant. Floral und würzig.


Geräucherte Vanille | Gänseleber, Karamell & Salz


Andreas Tscheppe (Südsteiermark, Österreich) – Sauvignon Blanc Libelle “plus”. Eine ganz andere Libelle. Lieblich (weil Fass nicht ganz durchgegoren) ohne “süß” zu sein. Mit ein bisschen Prickeln. Top zum Dessert.

Rhabarber | Geröstete weiße Schokolade, Holunder & Olive.

Braida (Piemont, Italien) – Brachetto d’Acqui. Die rote, duftig-süße Antwort auf Moscato d’Asti — aber mit roten Früchten.


Und zum Abschluss noch ein bisschen Taylor’s Tawny 10 Jahre aus der Großflasche.

Leckerchen zum Abschluß

Und natürlich das Gut Lärchenhof Reissdorf Spezial – in so ganz anders 🙂

Der Ausblick von der Terrasse beim Reissdorf Spezial.