Gut Lärchenhof, Pulheim (Dez 2025)

Weihnachtsdinner 2025 – Gut Lärchenhof (1 Michelin Stern)

Für mich schon gute alte Tradition seit Jahren: Am 1. Weihnachtsfeiertag geht es ins Restaurant Gut Lärchenhof zum Weihnachtsessen von Torben Schuster.

Erneut war es ein Fest. Ich habe selten ein Menü genossen, bei dem jeder Gang auf so gleichbleibend hohem Niveau war. Das war Handschrift pur von vorn bis hinten. Top Produkte und ausgefallene Aromen Kombinationen (Wagyu, Gänseleber und schwarzer Knoblauch? Echt jetzt? JA!). Zuvorkommender Service wie immer in schönem Ambiente. Und wunderbar passende Weine. Danke für diesen großartigen Weihnachtsabend an Euch alle im Team Gut Lärchenhof!

Und Frohe Weihnachten Euch allen hier!

Der Champagner Wagen mit der Auswahl des Abends

Drei Grüße aus der Küche gab es: Sepia Kurstarde, Rind, Auster, Forellenkaviar| / Gänseleber Rocher / Taschenkrebs, Kartoffel, Mimolette, Kürbis, Curry

Dazu der Haus-Champagner: Bruno Paillard

Wagyu Sashimi, Samthauben, schwarzer Knoblauch, Perlzwiebel, Kohlrabi, Gänseleber

dazu 2019er Aulerde Riesling GG von Philipp Wittmann – trocken, straff, mineralisch

Jakobsmuschel, Kartoffel, Quitte – und dann kam etwas Trüffel dazu

dazu 2015er Dom Perignon – cremig, rund, zugänglich. Reife Frucht, weniger asketisch. Moderate Säure, geschmeidige Textur, elegantes, eher breites Finale.

Glattbutt, Rauchaal, Kombu Beurre Blanc, Spinat, Zitronengeranium

dazu Remelluri Blanco 2017 aus Labastida de Álava (Rioja Alavesa) von Viñedos de Remellu. Große Kino: druckvoll, phenolisch fein, präzise Säure; lang und ernsthaft.

Hummer, gelbe Beete, rote Zwiebeln, Büsumer Krabben, karamellisierte Sahne, Beurre Rouge

dazu gab es Saumur Blanc 2023 von Château Yvonne. Chenin Blanc – straff, salzig, präzise.

Kaviar Ei “Jonnie”, Kartoffel, Schnittlauch, Creme Fraiche. Signature Dish des Hauses. Womit? Mit Recht!

dazu gab es La Godarde – Blanc de Noirs 2019 von Champagne Clément & Fils. 100% Pinot Noir. Straffe Säure, feines Tannin/Grip, sehr langes, mineralisches Finale.

US Prime Roastbeef, BBQ, Feige, Mole, Waldpilze, Steckrübe

dazu gab es Monthélie-Les Duresses Premier Cru „Clos de la Barre“ 2020 von der Domaine des Comtes Lafon. Rote Kirsche, Himbeere, Veilchen, feine Kräuter, kalkige Mineralität. Sehr fein dosiertes Holz. Seidig, präzise Säure, feines Tannin; burgundisch-elegant.

Dessert: Baba au Rhum, Vanille, Orange, Karamell. Schon 100mal gegessen – aber noch nie so geil.

dazu Ratafia Champenois von Champagne Chavost. Getrocknete Aprikose, Honig, Karamell. Traubensaft, Kräuter, Nuss, leichte Oxidation. Mega zu dem Dessert.

Der Abschluss zum Espresso: Tarte „Caneles de Bordeaux“ – und natürlich Reissdorf a la Gut Lärchenhof

Den Digestif gab es zu hause: 30 Jahre alter Brora in Fass-Stärke. Gibt’s halt kaum noch irgendwo. Aber ist einfach zum Niederknien.